Schüler*innen gestalten Plakate für Museo del Presente
06.07.2024 | Schülerprojekte | Event

Die Schüler*innen der Klassen 3B und 4B Medien 2023/2024 der Landesberufsschule Johannes Gutenberg in Bozen haben für das MUSEO DEL PRESENTE – Giovanni Falcone e Paolo Borsellino – Fondazione Falcone in Palermo grafische Arbeiten (Plakate 50 cm x 70 cm) entworfen. Betreut wurde das Projekt von den Fachlehrpersonen Miriam Schenk und Bettina Cagol, sowie vom Kurator und Stiftungsratsmitglied des Museums Dott. Alessandro De Lisi.
Die Schüler*innen haben nach einem Vortrag von Alessandro De Lisi über die Richter Giovanni Falcone und Paolo Borsellino und den Kampf gegen die Mafia sowie die Entwicklung der Tätigkeitsfelder der Mafia im Laufe der Zeit, im Rahmen eines curricularen Projektes über mehrere Monate hinweg an der grafischen Ausgestaltung gearbeitet.
Die Aufgabe bestand darin, im Rahmen eines Workshops Wörter (deutsch, italienisch, englisch) im Kontext der Mafia zu analysieren, die damit verbundenen Stereotypen und Klischees zu hinterfragen und aus den Wörtern Bilder, Metaphern und Geschichten zu entwickeln – eine echte semiotische Herausforderung. Während eine Gruppe von Schülern das Thema figurativ interpretiert hat, hat sich die andere Gruppe in einer abstrakten Formensprache dem Thema angenähert. Diese unterschiedlichen gestalterischen Herangehensweisen führten zu einer spannenden dialektischen Gesamtschau.
Das Ergebnis sind Arbeiten zu jeweils einem einzelnen Buchstaben des Alphabets. Z. B. gibt es eine grafische Arbeit zum Buchstaben S = Stimme, V = visione oder Y = yes, we stand up usw., sowie ein Plakat als Gesamtschau und eines mit den Namen bzw. Nicknames der beteiligten Schüler*innen. Die grafischen Arbeiten werden auf hochwertige Forex Platten gedruckt.
Die grafischen Arbeiten der Landesberufsschule Johannes Gutenberg wurden ausgewählt, dauerhaft im MUSEO DEL PRESENTE – Giovanni Falcone e Paolo Borsellino- Fondazione Falcone in Palermo ausgestellt zu werden und sind dort einem internationalen Publikum zugänglich. Das Museum wurde am 23.05.2024 in Anwesenheit von Maria Falcone, der Schwester des ermordeten Richters Giovanni Falcone und Präsidentin der Stiftung Falcone, Innenminister Matteo Piantedosi, Jusitzminister Carlo Nordio und Kulturminister Gennaro Sangiuliani eröffnet. Die Eröffnungsfeier mit den unterschiedlichen Interviews wurde live im Rai 1 übertragen.
Anwesend war auch Landesrat Daniel Alfreider.
Die Landesberufsschule Johannes Gutenberg wurde durch die Schulführungskraft Edit Meraner und die Lehrpersonen Mirjam Schenk und Rosella Pozzi vertreten. Edit Meraner unterstützt das Anliegen der Stiftung Falcone sich an Schüler*innen zu richten und Werte wie Rechtstaatlichkeit und Zivilcourage weiterzutragen. Ein wichtiges Sprachrohr ist dabei die Kunst, die eingebettet im sozialen und gesellschaftspolitischen Kontext ihrer Zeit weit darüber hinauswirken kann.
Die Beteiligung an diesem Projekt war außerdem eine einmalige Gelegenheit für die Schüler*innen eine besondere Referenzarbeit für das persönliche Portfolio zu schaffen.
Alessandro De Lisi zu diesem Projekt: „In questo progetto di design sociale, è quel frammisto di ironia e di sovversione che è stato uno dei caratteri iconici della cultura di Giovanni Falcone e Paolo Borsellino, dire le cose come stanno, come sono. Le immagini con le parole sono quindi come piccoli cartelli, una segnaletica di responsabilità e di legalità sociale pubblica.“
Alessandro de Lisi
Giornalista, autore ed esperto di progetti culturali complessi. Da sempre è impegnato direttamente e professionalmente nella lotta alle mafie, convinto che anche la bellezza, l’arte e l’economia di comunità siano strumenti sociali efficaci concretamente nella costruzione di una società libera dal ricatto criminale e clientelare, poiché contribuiscono direttamente all’evoluzione culturale e all’autostima della collettività dove agiscono.
Curatore del progetto straordinario che ha portato gli Uffizi a Casal di Principe, Caravaggio a Lampedusa e con l’Arma dei Carabinieri ha organizzato la grande mostra sui capolavori, da Van Gogh a Tiziano, tutti recuperati dal traffico illecito. Per la Fondazione Falcone è curatore generale della parte produttiva e culturale e ne è consigliere.
Link:
Italia: viaggio nella bellezza 2023 - Palermo, il Museo del Presente - Video - RaiPlay
https://www.fondazionefalcone.org/







